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Darum fällt dir Selbstliebe so schwer

warum ist Selbstliebe so schwer?

Als Erstes möchte ich dir sagen, dass du damit nicht alleine bist. Ich glaube, viele Menschen haben gar nicht die Zeit und Muse, sich wirklich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Man wurstelt eben vor sich hin, tut, was man glaubt, tun zu müssen, wirkt beschäftigt und ja, man wirkt, als wäre alles in Ordnung. Wie gut es einem wirklich geht, ob man wirklich zufrieden ist mit sich und seinem Dasein? Wer hat Lust, sich das zu fragen?
Dass du hier bist, dich mit dir selbst und der Frage beschäftigst, warum du dich selbst nicht liebst, ist in unserer schnelllebigen Zeit viel wert. Ich freue mich sehr, dass du hier her gefunden hast und ich hoffe, ich kann dir hier Inspiration und Raum geben, zu finden was du suchst.

Wir werden in eine Gesellschaft hineingeboren, die grundsätzlich davon ausgeht, dass wir alle fehlerbehaftet sind. Der Mensch ist nun mal nicht perfekt, basta. Und kleine Kinder schon gar nicht, die wissen ja nichts von der Welt. Von geregelten Schlafenszeiten, Tischmanieren und sozialer Kompetenz haben die auch noch nichts gehört.
Unabhängig davon, was du also an Begabungen und Persönlichkeit mit auf die Welt bringen – dein Umfeld weiß besser, was du eigentlich können und wie du eigentlich sein solltest. Als Kinder streben wir natürlich danach, von unseren Eltern lieb gehabt, belohnt, gelobt zu werden, um uns sicher und aufgehoben zu fühlen. Wir können denen nicht einfach unsere Meinung geigen und uns notfalls neue Eltern suchen.

Also nehmen wir eine Menge Verhaltensweisen an, die eben in der Familie, in der wir gelandet sind, als gut gelten. Das können beim Nachbarn ganz andere Dinge sein. Was manchmal dazu führt, dass man sich in anderen Haushalten „richtiger“ fühlt als daheim. Dadurch, dass wir Liebe und Zuwendung aber nicht als bedingungslos kennenlernen und uns „verbessern“ müssen, um dem Ideal unserer Eltern näher zu kommen, lernen wir: So wie wir von Natur aus sind, sind wir nicht gut genug. Und für Liebe müssen wir uns anstrengen.

Den Eltern daraus einen Vorwurf zu machen, hilft allerdings auch nicht viel weiter. Vermutlich haben deine Eltern das Beste gegeben, was sie eben geben konnten. Ganz oft hatten sie selbst noch mehr Bedingungen zu erfüllen und wurden weiter von der elterlichen Liebe entfernt gehalten, als du es in deiner Kindheit erlebt hast. Es braucht Zeit und viele Generationen, bis sich zerstörerische Muster in Familien lösen. Und es braucht Menschen, die bereit sind, sich selbst und ihre Lebensweise zu hinterfragen. Was immer leichter gehen wird, je freier und angenommener ein Mensch schon aufwachsen durfte. Das ist also ein Weg, den wir mit unserem ganzen Stammbaum im Gepäck antreten – für uns selbst und für die, die nach uns kommen. Du darfst diesen Weg gehen, so wie du ihn eben gehen kannst. Jeder Schritt führt dich weiter.

Das Gefühl, das wir als Erwachsene uns selbst gegenüber haben, ist zunächst das Selbe, das uns unser Umfeld früher gespiegelt hat. Wer und wie du bist, erkennst du daran, wie andere auf dich reagieren, wie sie dich und dein Verhalten bewerten. Das heißt, du siehst dich durch die Augen deiner Eltern, Großeltern, Lehrer, Freunde … je nachdem, wer wie großen Einfluss auf dich hatte.

Selbst, wenn du weißt, dass dein Mathelehrer ein Idiot war und dich nur einfach nicht leiden konnte, wird sein Blick auf deine Mathe-Leistung immer irgendwo in deinem Unterbewusstsein festhängen. Wenn dir das bewusst ist, kannst du dir jedes Mal, wenn du mit dem Thema Mathe konfrontiert wirst, denken: „Ich kann das, auch wenn der Lehrer anderer Meinung war“, aber es hängt trotzdem bei dir fest und du musst immer dagegen arbeiten, dich irgendwie beweisen. Frei von diesem Einfluss wirst du dadurch nicht.

Und so geht es dir natürlich auch mit viel subtileren und früheren Erfahrungen, die du nicht in Worte fassen kannst und die dir nicht bewusst sind. Und die wirken sehr viel weit reichender. So weit reichend, dass sie die Basis deines ganzen Lebens ausmachen, jede deiner Entscheidungen beeinflussen und dich zu dem Menschen machen, der du gerade bist – ohne, dass du das überhaupt wahrnimmst. Das ist wie ein Nebel-Filter über einem Foto. Wenn du nur dieses Nebelfoto kennst, kommst du nie auf die Idee, den Filter wegzuwischen. Es ist eben nebelig, was soll man machen? Aber was wäre, wenn das eigentliche Bild, dein eigentliches Wesen gar nicht nebelig, verzerrt, verdunkelt oder anderweitig entstellt wäre? Wenn du darunter ganz heil, gesund und vollkommen richtig bist, so wie du bist?

Das Problem ist hier natürlich: Du kannst das alles vom Verstand her wissen und verstehen, du kannst vielleicht sogar genau sagen, warum du dich nicht liebenswert fühlst und dich selbst ablehnst. Doch mit dem Verstand kannst du Gefühle nicht „korrigieren“. Gefühle kommen vom Fühlen. Deshalb ist es heilsam, deine Kindheit noch einmal zu fühlen, um ein Gefühl für die Filter zu bekommen, die du mit dir herumschleppst.

Das kann schmerzhaft sein, je nachdem, was du erlebt hast. Aber hab keine Angst, noch einmal hinein zu fühlen. Du bist jetzt sicher und kannst auf dich aufpassen. Du entscheidest, wie intensiv du Erinnerungen zulässt und welche du momentan lieber nicht anschaust. Du musst auch nicht besonders tief einsteigen. Es reicht, wenn für dich herausfindest, mit welchen deiner Impulse und Ideen du angeeckt bist. Wo wurdest du für dumm und ungezogen gehalten, wo hattest du keine Manieren, warst nicht fleißig, vernünftig und ordentlich genug? Wo hast du dich missverstanden und alleingelassen gefühlt? Wie ging es dir damit?

Du kannst sogar noch einen Schritt weiter gehen und überlegen, wo du mit dir selbst genauso umspringst? Hörst du vielleicht sogar den Tonfall in deinem Kopf, mit dem deine Mutter dich zum Aufräumen verdonnert hat, wenn du in deinem Haus gegen die Unordnung ankämpfst? Muss nicht sein, ist aber gut möglich. Bleibe eine Zeit lang wachsam und beobachte, welche Gedanken und Gefühle in dir aufsteigen, wie du mit dir selber sprichst. Das kann ziemlich aufschlussreich sein. Schaue dir das einfach an. Du musst es nicht reparieren. Allein dadurch, dass es dir auffällt, wird sich schon etwas in dir in Bewegung setzen.

Falls du sehr traumatische Erinnerungen mit dir herumträgst, kann es besser sein, wenn du sie mit Hilfe einer erfahrenen Therapeutin aufdeckst und mit ihnen umgehen lernst. Das ist kein Zeichen von Schwäche – ganz im Gegenteil! Und auch, wenn du glaubst, es ginge schon irgendwie, so schlimm war es ja vergleichsweise gar nicht – du darfst dir helfen lassen. Manchmal wird einem erst klar, wie tief und offen alte Wunden noch sind, wenn man jemanden davon erzählt.

Wie kannst du Kontakt mit deiner Erinnerung aufnehmen?

Du kannst solche Dinge schreibend erkunden. Ziehe dich zurück, nimm dir einen Stift, mit dem du flüssig und schnell schreiben kannst und schreibe alles auf, was dir zu diesem Thema einfällt. Am besten ganz schnell, ohne nachzudenken und wirklich einfach alles. Lass aufs Papier fließen, was raus will. Manche Gedanken und Empfindungen stecken schon sehr lange fest und durften niemals raus, weil sie irgendwie doof, unpassend oder unlogisch waren. Jetzt wäre der Moment, ihnen die Freiheit zu schenken.

Du kannst es dir auch gemütlich machen, das Licht dimmen, eine Kerze entzünden – was immer du magst, und in dir Bilder und Erinnerungen aufsteigen lassen. Schau dir an, was sich zeigt, zensiere nicht, forciere nicht. Wenn Tränen kommen, lasse sie fließen.

Was du vor deinem inneren Auge siehst, ist nicht unbedingt die faktische Wahrheit, wie du sie auf einer Videoaufnahme von damals sehen würdest. Was du siehst, ist unter Umständen die gefühlte Wahrheit. Oft mischen sich da Symbole, Figuren, dramatische Kulissen und Ähnliches dazu. Lass das einfach passieren. Wenn sich euer Esszimmer in deinem Kopf in ein Mausoleum verwandelt, ist das ein großartiges Geschenk an dich. Du siehst die Dinge dann so, wie sie auf dich gewirkt haben. Du siehst hinter die Alltagswelt.

Lass dir dabei Zeit. Manchmal muss man erst hineinfinden in diese Art von Erinnerung. Das ist völlig okay. Erlaube dir, Anfängerin zu sein, und sei neugierig, was du lernen wirst.

Vielleicht magst du auch Fotos hervorkramen oder dein Lieblingskuscheltier aus deiner Kindheit wieder in den Arm nehmen. Ich wette, es nur zu berühren, öffnet das Tor in deine Kindheit von ganz allein. Bei Fotos achte mal auf deinen Blick. Schau dir selbst in die Augen und finde heraus, wie es dir ging.

Oder du malst, zeichnest, hörst Musik, wiegst dich im Takt? Vielleicht hast du auch ganz andere Zugänge zu deiner Erinnerung, die du hier nutzen kannst. Wichtig ist nur, dir möglichst viel Raum zu lassen und dich nicht zu zensieren.

Überfordere dich damit aber nicht. Du musst nicht alle Kindheitsmomente noch einmal betrachten. Folge deinem Gefühl, wie viel dir gerade gut tut und ob jetzt für dich der richtige Moment ist, dich damit auseinander zu setzen. Wenn du gerade viel Stress hast oder an mit akuten Problemen kämpfst, ist es vielleicht besser, du gehst es langsam an. Oder verschiebst es auf einen passenderen Zeitpunkt. Das Gute an der Vergangenheit ist ja: Die läuft nicht weg.

Hast du dich überwiegend angenommen und geliebt gefühlt als Kind? Oder gab es viele Situationen, in denen du nicht in Ordnung warst, so wie du warst? Die Wahrscheinlichkeit, dass du keine so bedingungslose Liebe erfahren hast, wie du sie dir gewünscht hättest, ist ziemlich groß. So ging es vermutlich den meisten von uns.
Das ist aber auch nicht schlimm. Denn du hast trotzdem die Möglichkeit, dich selbst lieben zu lernen und glücklich und erfüllt zu leben. Auch wenn das jetzt für dich ziemlich unwahrscheinlich klingt. Dich selbst erst einmal so zu nehmen und deine Wunden zu erkennen, ist schon der erste Schritt auf deinem Weg. Du brauchst dir nicht selbst ein Bein stellen, indem du dir deine fehlende Selbstliebe vorwirfst. Ganz im Gegenteil. Versuche, dir selbst die Geduld und den Respekt entgegenzubringen, die du vermisst hast. Hole dich da ab, wo du gerade stehst, und schenke dir Verständnis und Mitgefühl.

Natürlich ist es verlockend, deinem (früheren) Umfeld alles anzulasten, was dir jetzt im Weg steht. Wahrscheinlich hättest du damit nicht einmal Unrecht. Nur hältst du dich damit selbst unnötig weiter in der Opferrolle fest. Jetzt bist du groß und unabhängig genug, dein Glück in die eigenen Hände zu nehmen. Überlasse es nicht der Vergangenheit, darüber zu entscheiden, ob du dich annimmst oder nicht. Manchmal ist es nicht leicht, das alte Selbstbild hinter sich zu lassen und in ein neues hineinzuwachsen. Aber es geht und es lohnt sich. Es liegt an dir, diesen Weg zu gehen.

Mir selbst wurde im Laufe der Jahre erst nach und nach bewusst, wie falsch mein Selbstbild war, wie viele Ängste und Unsicherheiten ich völlig unnötig mit mir herumgetragen habe. Und sicher gibt es da für mich auch noch viel zu entdecken. Vielleicht werde ich auch niemals fertig damit sein. Aber allein liebevoller mit mir selbst zu sprechen hat wahnsinnig viel verändert. Probiere es, du hast nichts zu verlieren. Und du bist jeden Moment deiner Aufmerksamkeit und Fürsorge wert!

Damit bist du der Selbstliebe schon sehr viel näher gekommen. Sich selbst zu lieben fängt nämlich genau da an. Beim Verstehen und Annehmen. Selbstliebe beginnt damit, bei sich zu bleiben, auch wenn es einem mies geht.
Du wirst jetzt vielleicht nicht euphorisch Luftsprünge machen und dich rundum geliebt und liebenswert fühlen, aber du hast die Basis dafür geschaffen. Indem du dich um dich kümmerst, deine Verletzungen und Wunden ernst nimmst, aufhörst, dich ihrer zu schämen oder sie kleinzureden, wirst du dir selbst die beste Begleitung auf deinem Weg. Und du hast bereits begonnen, ihn zu gehen.

Du wirst sehen, dein Leben wird entspannter, friedvoller und du wirst nach und nach mehr Halt und Liebe in dir selbst finden. Dafür musst du kein bisschen anders sein, als du bist.

Wie geht es dir mit deiner Vergangenheit? Hast du das Gefühl, nicht gut genug, nicht liebenswert genug zu sein? Kannst du Mitgefühl für dich empfinden? Schreibe mir gerne einen Kommentar oder auch eine Mail. Ich bin gespannt, was dich bewegt und welche Erfahrungen du gemacht hast!

Falls du dir auf deinem Weg, bei der Suche nach dir selbst und deinen wahren Beweggründen Unterstützung wünschst, trage dich gerne schon einmal für meinen Newsletter ein. Ich bin gerade dabei, alles für 1:1-Gespräche vorzubereiten, die dich liebe- und kraftvoll in Kontakt mit dir und deiner ureigenen Magie bringen. Über den Newsletter erfährst du alles, wenn es soweit ist! Folge mir auch gerne auf der sozialen Plattform deiner Wahl und wir bleiben in Kontakt

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Karin Pelka

Hallo, liebe Suchende, mein Name ist Karin Pelka und ich weiß, wie es ist, im Dunkeln zu stehen, nicht zu wissen, ob ich meiner Sehnsucht vertrauen kann. Lange genug bin ich umher geirrt und habe mich oft selbst verraten, falsche Kompromisse gemacht. Auf eigene Faust ins Licht zu finden, das geht, denn irgendwann habe verstanden, was mich ruft – aber es ist mühsam und oft eine sehr einsame Angelegenheit.

Meine Erfahrung und all mein über viele Jahre angehäuftes Wissen über Psychologie, Meditation, innere Arbeit, schamanische Reisen, Imagination, Bewegung und Kreativität fließen hier zusammen und helfen dir, deinen Weg sicher und mutig zu gehen.

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