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Wie du emotionale Muster auflösen kannst

emotionale Muster auflösen

Emotionale Muster tragen wir alle in uns. Du kannst sie dir vorstellen wie ein Netz aus Erinnerungen und Erfahrungen, das sich durch deinen ganzen Körper und durch dein Denken zieht. Diese Muster bestimmen, wie du handelst und herrschen über weite Teile deines Lebens – ohne, dass es dir unbedingt bewusst sein muss. Diese Muster machen sich nämlich erst in Momenten bemerkbar, in denen wir ihretwegen an Grenzen stoßen, die wir gerne überwinden möchten, und einfach nicht weiter kommen. Egal, wie wir uns anstrengen, egal, wie wir uns versuchen zu motivieren oder auszutricksen. Emotionale Muster auflösen zu können, ist daher wichtig, wenn du dich verändern willst.

Aber woher kommen diese emotionalen Muster, wie funktionieren sie und – was kann man tun, wenn man sie auflösen will?

Egal, wie hoch entwickelt oder wie intelligent wir sind – unsere grundlegende Struktur ist emotional und fühlend. Unser ganzer Körper ist mit unzähligen Nervenenden bestückt, die uns ständig mitteilen, wie wir uns an welcher Stelle fühlen. Verschiedenste Hormone fluten unseren Körper bei Bedarf, um Kampf, Flucht oder Entspannung und Fürsorge auszulösen. Wir verfügen über ein eingebautes Alarmsystem, das ständig Ausschau nach Gefahren hält und uns sofort reagieren lässt. Wir treffen Entscheidungen nach Gefühl und unser Verstand liefert im Anschluss die Erklärung dazu.

Womit wir unsere Welt erfahren, ist zunächst schlicht unser Körper und der reagiert auf äußere Reize, ohne uns um unsere Meinung zu fragen. Manches ist instinktiv, hier folgen wir dann uralten Überlebensstrategien. Das, was wir hier als emotionale Muster bezeichnen, sind aber die Reaktionsmuster, die wir im Laufe unseres Lebens gelernt haben. Viele von ihnen sind kulturell und familiär bedingt und werden über Generationen weitergetragen, so dass sie uns ganz normal vorkommen und an uns selbst zweifeln lassen, wenn wir mit ihnen in Berührung kommen.
Genau diese angeeigneten emotionalen Muster stehen uns oft massiv im Weg, wenn wir uns entfalten wollen und verwirklichen möchten, wonach wir uns sehnen.

Wenn wir geboren werden, sind wir nur das: Fühlen, reagieren, fühlen. Wir sind unmittelbar, was wir empfinden und drücken genau das aus. Wir lernen erst viel später, die Welt mit dem Verstand zu erfassen – zunächst lernen wir ausschließlich, indem wir fühlen.

Jede Reaktion auf uns wird damit von klein an zu einem Teil von uns. Wir nehmen ungefiltert an, wie unser Umfeld mit uns umgeht, machen das nach und nach zu unserer Identität . Und wir prägen uns verdammt gut ein, was gut ist und was böse. Indem wir mit Ablehnung, Liebesentzug oder Schimpfen bestraft werden, lernen wir, dass manche Handlungen schlechte Gefühle in uns nach sich ziehen. Aber auch, wenn wir hinfallen und dann Schmerz spüren, lernen wir, dass Hinfallen schlecht ist, dass wir hier aufpassen müssen, wenn wir nicht wieder Schmerz empfinden wollen. Je mehr Erfahrungen wir mit unserer Welt und den Menschen um uns herum machen, desto mehr Regeln prägen sich uns ein. Diese Regeln zu verinnerlichen ist für kleine Menschen unglaublich wichtig, denn sie müssen lernen, in ihrer Familie zurechtzukommen – ohne ausgestoßen zu werden.

Wenn es jedes mal Ärger gibt (emotionalen Schmerz, Angst, verstoßen zu werden, nicht mehr geliebt zu werden), vermeiden wir irgendwann, das Essen vom Tisch zu werfen. Wenn es jedes Mal weh tut, wenn wir etwas Spitzes berühren, werden wir damit immer vorsichtiger.

In jeder Gruppe von Menschen, in die wir kommen, lernen wir unbewusst sehr schnell, nach welchen Regeln sie funktioniert. Wir registrieren, wie die anderen miteinander umgehen, wer welchen Status hat, was erwünscht ist und was tabu. Je schneller und sicherer wir diese Regeln erfassen und anwenden können, desto eher akzeptiert uns die Gruppe und wir fühlen uns in ihr sicher. Wir lernen also auch hier, was wir tun dürfen und was nicht – und wie gefährlich Fehlverhalten für uns sein könnte. Auch das sind emotionale Muster, die zu einem Teil unserer Persönlichkeit werden und damit unsere Möglichkeiten begrenzen. Umso mehr, je jünger wir sind und je wichtiger der Anschluss an diese Gruppe für uns persönlich ist.

Unser Lernen ist in weiten Teilen nichts anderes als das Einüben emotionaler Gesetzmäßigkeiten. Deshalb fällt es uns auch so schwer, rein theoretische Zusammenhänge zu erfassen, die wir nicht irgendwie auch fühlend wahrnehmen können. Erst, wenn wir in uns etwas spüren, wird es auch real. Je mehr wir spüren – im Guten, wie im Schlechten, desto besser merken wir uns das Ganze. Und weil wir generell eine große Abneigung gegen emotionalen und körperlichen Schmerz haben, merken wir uns die schlechten Erfahrungen besonders gut. Wir wollen nämlich um jeden Preis vermeiden, dass wir diesen Schmerz noch einmal fühlen müssen.

In unserer Wahrnehmung unterscheidet sich übrigens nicht, ob wir tatsächlich körperliche Schmerzen haben oder ob sie „nur“ von unseren Emotionen ausgelöst sind. Beides ist Schmerz, den wir intensiv fühlen können, der uns angst macht und unser System in helle Aufregung versetzt.

Auch wenn diese emotionalen Muster erlernt sind – sie greifen auf instinktive Ängste zurück. Und genau das macht sie so mächtig. Die zugrundeliegenden Ängste sind die, verlassen zu werden, ausgestoßen zu sein, beschämt zu werden, die Angst zu sterben. Diese Ängste wiegen sehr viel schwerer, als zum Beispiel die Angst, eingesperrt oder nicht selbstbestimmt zu sein. Evolutionär betrachtet macht das durchaus Sinn, denn wer alleingelassen wird, hat weit schlechtere Chancen weiterzuleben, als jemand, der „nur“ in einer ungesunden Struktur gefangen ist. Es ist immerhin eine Struktur, man ist nicht allein. Deshalb halten auch destruktive Beziehungen oft verdammt lange.

Das hilft dir vielleicht zu verstehen, warum diese elementaren Ängste mit solcher Macht um sich greifen und oft andere Bedürfnisse, wie das, selbstbestimmt zu leben, in den Hintergrund rücken lassen. Diese Ängste sind einfach sehr viel grundlegender.

Wenn du also öfter die Erfahrung gemacht hast, dass man dich beschämt oder davon jagt, wenn du deine Meinung äußerst, ist das für dich mit einer instinktiven Angst verknüpft. Du fürchtest tatsächlich, du könntest verstoßen und damit so gut wie tot sein, wenn du aussprichst, was dir wichtig ist. Verstandesmäßig weißt du natürlich, dass du nicht sterben wirst, wenn du den Mund aufmachst – aber es fühlt sich so an! Und damit stehst du hier vor einer Schwelle, die du niemals übertreten wirst. Dein emotionales Muster schützt dich davor, dich dieser riesigen Gefahr auszuliefern.

Letztlich ist somit alles, was du im Laufe deines Lebens schmerzlich erfahren durfest, teil deines emotionalen Erfahrungsnetzes. Jede neue Erfahrung, die du machst, wird damit abgeglichen.

Hattest du bisher nur freundliche Begegnungen mit Hunden, wirst du von einem Hund, der dir entgegen kommt, nichts Schlechtes erwarten. Hattest du dagegen schon Situationen, in denen ein Hund aggressiv war, oder du klein und sehr erschrocken warst, wird der Hund, der dir entgegen kommt, ein mulmiges Gefühl in dir auslösen. Je nach dem, wie schlimm deine vorherigen Erfahrungen waren, kann das auch zu Angstattacken und Panik führen. Ohne, dass der Hund in diesem Beispiel irgendeine böse Absicht zeigen muss. Dein Alarmsystem hat ihn einfach als Gefahr erkannt und löst sofort Alarmstufe Rot aus: Alle verfügbaren Stresshormone fluten die Blutbahn, logisches Denken wird deaktiviert.

Bei der Angst vor Hunden kann man sich gut vorstellen, woher sie kommt. Man kann sich auch vorstellen, dass man sie mit dem vorsichtigen Kennenlernen eines freundlichen Hundes nach und nach in eine entspannte Haltung verwandeln kann.

Bei emotionalen Mustern, die sich in komplexeren Situationen zeigen, wird es schwieriger. Eben weil sie selten so isoliert wahrgenommen werden. Oder überhaupt nicht als schädliche Muster erkannt werden, sondern sich als persönliches Defizit tarnen.

Der gespeicherte Schmerz verhindert also, dass wir gewisse Dinge tun. Unsere Wahrheit sprechen, für uns einstehen, anziehen, was wir selbst schön finden, laut sind, uns zurück ziehen, faul sind, auf offener Straße tanzen, unsere Talente zeigen, Herzenswünsche mitteilen.

Je mehr schlechte, schmerzhafte Erfahrungen wir gemacht haben, desto tiefer graben sich diese emotionalen Muster ein. Und desto zuverlässiger laufen wir gegen die von ihnen abgesteckten Schmerzgrenzen.

Für Außenstehende, die andere emotionale Muster in sich tragen, mag das vielleicht überhaupt nicht nachvollziehbar sein. Aber für dich selbst ist da eine Grenze, über die du nicht gehen kannst, ohne Schmerz zu fühlen. Ob du, falls du dich trotzdem zwingst es zu machen, dann vielleicht eine gute Erfahrung machen könntest, die dich vom Gegenteil überzeugt? Möglich. Aber nicht sehr wahrscheinlich. Du stehst nämlich schon im Vorfeld massiv unter Stress und diesen Stress wirst du auch weiter empfinden, während du versuchst, eine neue, bessere Erfahrung zu machen. Und genau das verhindert, dass du eine neue, angenehmere Emotion damit kennenlernst.

Bei weniger dramatischen Erfahrungen gelingt es sicherlich leichter, einfach einmal über den Schatten zu springen und zu bemerken, dass die Angst davor größer war, als sie hätte sein müssen. Erleichterung und Freude mischen sich dann zu einer neuen Erfahrung und das nächste Mal wird es schon bedeutend leichter, diese neue Sache wieder zu tun.

Sitzen die Schmerzen allerdings tief und betreffen sie sehr elementare Bereiche, wie das Angenommensein, das Gewolltsein in dieser Welt, deine körperliche oder seelische Unversehrtheit, deine Würde – dann tust du dir keinen Gefallen damit, dich über deine Grenzen zu treiben.

Vielleicht hast du Lust, meinen sehr einfühlsamen Artikel zu lesen, der dir zeigt, wie elementar es ist, sich behutsam wachsen zu lassen?

Wenn du unter deinen emotionalen Mustern leidest und gerne Dinge erfahren und verwirklichen möchtest, die sich außerhalb deiner Schmerzgrenzen befinden, baut sich leicht eine große Sehnsucht nach diesen Erfahrungen auf. Dann würden wir so gerne frei sein, uns sprechen, singen, tanzen trauen oder zu uns selbst stehen können. Aber dass wir es nicht können, nehmen wir entsprechend als ein großes Defizit wahr – was wiederum Schmerz erzeugt.

Wir sind dann nicht frei, mutig und stark genug. Es kommt noch mehr Schmerz in das emotionale Muster, weil wir uns minderwertig fühlen. Falls du versuchst, es mit Gewalt zu durchbrechen, kommen womöglich auch noch weitere, schlechte Erfahrungen dazu und die Schmerzgrenze wird immer unüberwindlicher für dich.

Aber was kannst du jetzt tun, wenn du nicht in deinem eingeschränkten Handlungsspielraum sitzen bleiben möchtest und nur sehnsüchtig von Veränderungen träumen, die für dich unerreichbar sind?

Zunächst einmal möchte ich dir ans Herz legen, den dringenden Wunsch nach Veränderung ein wenig loszulassen. Er ist vollkommen legitim, ich verstehe so gut, dass du dort hin kommen möchtest und dieses Nichtkönnen dir viel Leid verursacht. Ich kenne das selbst viel zu gut. Doch je mehr Druck du dir machst, je mehr du dich an die erhoffte Zukunft klammerst, desto schwieriger wird es für dich, etwas zu verändern. Das klingt paradox, aber es ist tatsächlich der erste und wichtigste Schlüssel zur Veränderung. Sie passiert immer dann, wenn sie nicht mehr mit aller Gewalt gebraucht wird.

Hier möchte ich dir meinen Artikel „Warum dir die Vergangenheit wirklich die Zukunft versaut“ empfehlen. Er kann dir helfen, die Zukunft zunächst einmal loszulassen.

Erlaube dir, im Hier und jetzt anzukommen und deine Situation und dich einfach einmal wahrzunehmen. So, wie du jetzt bist, so wie deine Situation jetzt ist. Oft sträubt man sich genau dagegen sehr vehement, weil das Jetzt sich nach Gefängnis und Ausweglosigkeit anfühlt. Aber genau das zu fühlen ermöglicht, dass dieses Gefühl sich auflösen und Platz für Entspannung machen kann.

Nimm dir also Zeit, die du mit dir alleine verbringen kannst. Gehe spazieren, übe Yoga oder mache entspannten Sport, schreibe Tagebuch, übe Achtsamkeit oder sitze einfach ein wenig und fühle dich. Tritt ganz bewusst auf die Breme und tue so, als würde der jetzige Moment einfach ewig dauern. Du hast keine Eile, jetzt sofort ein Ziel zu erreichen, sondern alle Zeit der Welt, das Jetzt zu durchwandern.

Vielleicht hilft dir die Vorstellung, du würdest dein Lebens-Theater für eine Weile auf Pause stellen. Du bist die Hauptdarstellerin auf deiner Bühne. Aber all die anderen Menschen, die Kulissen, all die Handlungsstränge und die Dialoge, die gerade in der Luft hängen, umgeben dich und machen jetzt mit dir Pause. Du kannst in aller Ruhe umhergehen, dich selbst in deiner Situation betrachten, dein Umfeld betrachten, betrachten, was andere und du selbst von dir wollen, welche Dinge sich gerade abspielen, was davon wichtig ist und was nur so tut. Du verpasst dabei nicht deine Zukunft, die kommt auf jeden Fall und du kannst sie gestalten, wenn es soweit ist. Jetzt ist die Zeit, das Jetzt anzuschauen.

Nimm mitten in deinem Leben Platz und fühle dich. Registriere, was dich umgibt, rieche an der Blume, die dir spontan gefällt, berühre das Moospolster, um herauszufinden, ob es sich wirklich so anfühlt, wie du dachtest. Falls du ihn noch nicht gelesen hast, lege ich dir meinen Artikel „Fühl dich wieder“ sehr ans Herz.

Erlaube dir, dich selbst zu beobachten. Wie verhältst du dich in Situationen, die dir unangenehm sind? Wie antwortest du, wie verschaffst du dir Gehör und was tust du, wenn du dich abgewiesen fühlst. All das, was dich belastet, dir Schwierigkeiten macht, darfst du dir jetzt einfach einmal in deinem Alltag anschauen. Versuche nicht, jetzt etwas daran zu verändern, sondern nimm einfach wahr, was sich dir zeigt. Du darfst dich über jede Einsicht, jedes Fünkchen Klarheit freuen und jede schräge Verwicklung, die du entdeckst, anerkennen.

Dir das zu erlauben und die Probleme, die du wahrnimmst, nicht als Probleme zu deklarieren, sondern als Helfer, die dich dabei unterstützen, dich zu verstehen, wird dich entspannen und dir ermöglichen, dein Alarmsystem herunter zu fahren.

Wenn du magst, notiere dir, was du wahrnimmst. Verwahre deine Notizen sorgfältig und respektiere sie als deine Wegweiser, die dir helfen werden, in die Veränderung zu finden. Dass diese Empfindungen und Verhaltensweisen da sind, ist nicht deine Schuld. Sie beweisen nicht, dass du etwas falsch machst oder nicht richtig funktionierst. Sie beweisen nur, dass du schmerzhafte Erfahrungen an Stellen gemacht hast, an denen sie fatal für dich waren. Und dafür kannst du nichts.

Dich zu äußern, dich zu zeigen, du selbst zu sein, neugierig, laut, leise, wild oder verträumt? Daran war nie etwas verkehrt. Es hat eben nicht zu den Vorstellungen anderer Menschen gepasst, die dich deswegen sanktioniert haben. Weil sie es selbst nicht besser wussten oder konnten.

Versuche, dich liebevoll anzunehmen mit deinem Schmerz, mit deiner Erfahrung und den emotionalen Mustern, die dich immer wieder einholen. Es ist sicher nicht super toll, diese Schmerzen zu spüren, aber das ändert nichts daran, dass du großartig und vollkommen in Ordnung bist. Das ändert auch nichts daran, dass du dich gerne äußern und zeigen möchtest und auch das ist vollkommen okay.

Wie du gesehen hast, sind emotionale Muster Verhaltensregeln, die du gelernt hast. Sie rühren an deine Urängste und stellen damit wirklich massive Begrenzungen deines Handlungsspielraums dar. Je nachdem, in welchem Familiensystem du aufgewachsen bist, wird dir vieles möglich sein, von dem, was du gerne von dir zeigen magst – oder beinahe nichts. Mit Gewalt und Anstrengung kommst du nicht aus diesen Mustern heraus.

Den ersten Schritt hast du nun schon kennengelernt – Druck aus der Sache nehmen, im Jetzt ankommen, dich erst einmal nehmen, wie du bist. Vielleicht magst du dir hier auch das Thema Selbstliebe ergänzend ansehen?

Aber wie gehst du am besten mit emotionalen Mustern um, die dich davon abhalten, das zu tun, was du so gerne tun würdest?

Erlaube dir zunächst, deine große Vision, die du vielleicht hast, etwas kleiner zu fassen. Statt der großen Idee anzuhängen, wie Shakira auf Welttournee zu gehen, erlaube dir erst einmal, das Badezimmer zu deiner Bühne zu machen und die Katze zum Publikum. Wenn es dir im Kleinen Freude macht, zum Beispiel zu singen, wird hier dein Handlungsspielraum von alleine größer. Überfordere dich nicht, wähle die Schritte immer gerade so groß, dass du dir gut vorstellen kannst, sie bald zu gehen.

Denke nicht zu viel über die Zukunft nach – und vor allem nicht über die Grenzen, die dich jetzt noch einschränken. Sie sind da, ja, aber mit jedem gedanklichen Herumkauen daran, werden sie für dich präsenter. Versuche lieber, deinen Fokus auf die kleinen Freuden und Erfolge zu richten, die du dir mit kleinen Schritten ermöglichst.

Gib auch deiner Vergangenheit nicht zu viel Gewicht. Über die Fehler deiner Eltern nachzugrübeln ändert nichts an deiner Situation. Zumindest nicht im Guten. Halte dich an deine Gegenwart, fühle deinen Körper, deine Lebendigkeit und erlebe dein Jetzt.

Erlaube dir, deine kleinen Schritte immer wieder gedanklich vorwegzunehmen, bevor zu sie gehst. Spiele mit deiner Vorstellung, wie es wäre, diese kleine Sache zu probieren. Wie würdest du es machen, was könnte daraus entstehen? Könnte es Spaß machen? Damit wird es für dich plausibler und machbarer, aber lasse dir Zeit!

Zwinge dich nicht über Hürden, sondern warte tatsächlich ab, bis du so weit bist. Indem du gedanklich an deinem Schritt arbeitest, nach Möglichkeiten und Ideen suchst, triffst du alle nötigen Vorkehrungen. Sobald du spürst, dass du es jetzt kannst und willst, mach es. Das kommt dir vielleicht vor wie Stillstand und Zeitverschwendung, aber du wirst staunen, wie leicht manches plötzlich geht – und wie dann weitere Schritte ganz von alleine folgen wollen.

Wähle dir dein Publikum sorgsam. Wenn du dich mit etwas zeigen möchtest, mit dem du dich sehr verletzlich fühlst, respektiere das und liefere dich nicht direkt Menschen aus, bei denen du dich nicht sicher fühlst. Suche dir einen Rahmen, der dir genug Schutz bietet. Du kannst ihn nach und nach erweitern, wenn du sicherer wirst.

Lege dich nicht zu sehr auf ein großes Ziel fest. Manchmal träumen wir von etwas ganz Besonderem, haben im Grunde aber keine Ahnung, ob es tatsächlich so großartig sein würde, wie wir uns das vorstellen. Höre lieber auch im Jetzt immer wieder darauf, was dir gerade wirklich Freude macht. Dafür musst du deinen Fokus auf dich selbst lenken, dich offen beobachten – und dann einfach machen. Genieße deine kleinen Momente, genieße die große Freude, die damit einhergehen kann. Je mehr du deiner Spur folgst, desto sicherer wirst du dir, desto mehr kannst du dich auf dich selbst verlassen.

Wenn du weißt, was dir wirklich Freude macht, du gut für dich sorgen kannst, dir mehr und mehr davon ermöglichst, gewinnst du ein sicheres Fundament. Von diesem Fundament aus wirst du deine emotionalen Muster immer weniger als Schutzmechanismen brauchen. Je entspannter du in dir selbst bist, desto weniger drastisch muss dein Alarmsystem auslösen, desto weniger heftig fallen Ängste aus.

Letztlich geht es darum, sie weniger wichtig zu machen und sie allmählich und mit viel Liebe und Geduld aufzuweichen. Emotionale Muster lösen sich im Laufe der Zeit immer weiter. Aber erschrick nicht – manche Themen, die man glaubt, bereits gelöst zu haben, kommen oft später in einem anderen Zusammenhang erneut zum Vorschein. Das ist normal. Diese Dinge sind sehr vielschichtig – genau wie wir. Wir wachsen nicht linear über uns hinaus und kommen dann mit einem großen Schritt an den Gipfel, wir bewegen uns eher in Spiralen-Bahnen. Aus den engen, inneren Windungen, in denen wir sehr eingesperrt und von unseren Mustern massiv begrenzt sind, in immer größere, weitere Bahnen.

Der Druck nimmt mit jeder Windung ab, der Raum für dich wird immer größer. Genieße ihn. Wenn dir dein altes Muster wieder begegnet, lernst du es von einer anderen Seite kennen, aber du wirst dann bereits die Erfahrung gemacht haben, dass du damit umgehen und an der Begegnung damit wachsen kannst. Damit wirst du mit der Zeit immer entspannter deine Kreise ziehen.

Wie du im Akutfall mit emotionalen Wellen umgehen kannst, wenn dich Angst überfällt oder du dich einsam und ungeliebt fühlst, will ich dir im nächsten Artikel zeigen. Denn dass diese Momente kommen, gehört nicht nur zum Leben dazu, sondern auch ganz besonders zum Wachsen. Zum einen, weil wir an neue schmerzhafte Punkte gelangen, wenn wir unsere gewohnten Bahnen verlassen. Aber in erster Linie deshalb, weil wir durch unsere Schmerzen hindurch tatsächlich erst wachsen und uns neue Räume erschließen.

Hier findest du weitere Tipps, wie du dir ein sicheres Fundament schaffen kannst, falls du dich mit Chakren auseinandersetzen magst (externer Link in neuem Tab).

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