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Mama, warum gehören wir nicht zur Natur?

eigene Natur finden

Mein Sohn war sechs Jahre alt, als er mir diese Frage stellte. Wir standen mitten im Wald, abseits der Wege, knöcheltief im Laub, um uns herum einige dornige Himbeerruten, über uns die Kronen der mächtigen Buchen. Wie so oft waren wir in der Natur, beobachteten Spinnen, sammelten Stöcke und schauten nach den Kaulquappen, gingen bei fast jedem Wetter raus. Aber trotzdem stand dieser Sechsjährige plötzlich da und begriff, dass wir und die Natur irgendwie nicht eines sind.

Das liegt jetzt beinahe fünf Jahre zurück, aber ich erinnere mich an diesen Moment noch immer. Ich weiß noch, wie er ein Stück über mir am Hang stand, sich umschaute – und wie ich zu ihm sagte, dass ich genau weiß, was er meint.

Es ist das Gefühl, ein Fremdkörper zu sein, ein Eindringling. Trotz all dem Interesse und dem Genuss daran, draußen zu sein. Und tatsächlich sind wir Menschen das auch. In unseren bunten Jacken und mit allerlei funktionaler Ausrüstung und Smartphones bewaffnet, unterscheiden wir uns schon optisch von allem, was wir als Natur bezeichnen würden. Später, wenn wir genug Natur getankt hätten, würden wir nachhause gehen, die dreckigen Schuhe ausziehen, die Heizung andrehen und uns aufs Sofa lümmeln. Weit weg von der Natur. Ich kenne dieses Gefühl und mich hat diese Frage schon lange vor meinem Sohn beschäftigt. Doch ich fand es nicht leicht, ihm eine sinnvolle Antwort zu geben. Zumal eine, die kurz und interessant genug ist für einen Erstklässler.

Ich habe meinem Sohn erklärt, dass wir tatsächlich sehr wohl zur Natur gehören. Wir sind Lebewesen, wie alle anderen auch, die uns umgeben. Und wir leben in Abhängigkeit von unserer Umwelt. Auch wenn unsere Rohstoffe nicht aus dem Wald kommen, in dem wir gerade stehen, sondern aus allen möglichen Ländern der Welt. Das Problem ist, dass wir denken, wir wären anders.

Dass wir denken, wir bräuchten uns nicht einfügen in die Zyklen der Natur, in ein natürliches Gleichgewicht – und dass wir die Mittel haben, uns mehr zu nehmen, als gut für uns und alle anderen ist. Im Grunde sind wir Natur pur. All unsere Materie entspringt der Umwelt, die uns umgibt, die Natur hält uns am Leben. Und wenn wir sterben, fallen unsere Körper in den ewigen Kreislauf von Werden und Vergehen zurück.

Mein Sohn hat sich das alles angehört, dazu genickt, dann sind wir weiter gegangen. Ich wusste, dass ich ihm einerseits die richtige Antwort gegeben habe, andererseits wusste ich auch, dass das nicht alles gewesen sein konnte.

Das Gefühl, nicht wirklich verwurzelt zu sein, nicht wirklich richtig in die Natur zu gehören – und genauso wenig zu den Menschen, schleppe ich mit, seit ich denken kann. Vielleicht kommt dir das bekannt vor? Ich glaube, diffus und kaum greifbar liegt diese Entfremdung, das Gefühl, nicht verbunden zu sein, sehr oft unter unserem Alltag und unter dem, was wir für normal halten. Es bricht eben nur manchmal durch, wenn uns plötzlich etwas klar wird, wenn wir mit einem mal vielleicht weniger beschäftigt sind, uns das Leben auf Null zurückwirft – oder wenn ein Kind eine Frage stellt.

Wir denken. Ja. Unser Denken unterscheidet uns vielleicht von den meisten Tieren am stärksten. Wir denken furchtbar abstrakt, können Pläne bis ins tausendste ausformulieren – und niederschreiben, damit wir sie nicht vergessen. Wir können alles mögliche in Worte fassen, die schrägsten Theorien, die wildesten Gerüchte spinnen. Unser Denken und unsere komplexe Sprache erlauben es uns, uns so weit von dem zu entfernen, was uns wirklich ernährt und Halt gibt. Unsere Erde. Wir können in unseren Köpfen alles so drehen und wenden, wie wir möchten. Weil wir dazu unglaublich kreative Schöpfer sind. Jeder Einzelne von uns.

Und als Chance haben es unsere Vorfahren mit Sicherheit begriffen, dass sie sich das Feuer zunutze machen lernten, Waffen und Werkzeuge herzustellen verstanden, immer komplexere Kleidung und Behausungen bauen konnten. Der Fortschritt war hilfreich und hat unsere unaufhaltsame Verbreitung über die Erde erst möglich gemacht. Und er hat uns wahrscheinlich ziemlich prompt das Gefühl gegeben, allem anderen haushoch überlegen zu sein. Besser zu sein.

Wer die Macht hat, über Ressourcen zu verfügen, über das Leben anderer zu bestimmen, über Freiheit oder Gefangenschaft, über Leben oder Tod – der steht auch tatsächlich weit über allen, die das nicht können. Über anderen Menschen, über Tieren, aber auch über der Vegetation. Über dem Lauf von Flüssen und Bächen. Wir haben im Laufe unserer Kulturgeschichte alles Menschenmögliche getan, uns mehr und mehr Macht und Möglichkeiten zu erschließen, mit denen wir weitere Macht und weitere Möglichkeiten für uns zugänglich machen konnten. Permanentes Wachstum – von kurzen Unterbrechungen in Kriegen und während die Seuchen tobten, abgesehen. Doch selbst das forderte nur noch mehr Macht und Möglichmachen von uns – und wir bekamen es hin.

Doch zu welchem Preis? Den sichtbarsten Preis zahlt die Natur selbst dafür, dass sie uns hervorgebracht hat und weiterhin ernährt. Nutztiere, Nutzflächen, begradigte Flüsse und ausgerottete Arten, vergiftete Lebensräume, Müll, der Jahrtausende lang ein Problem sein wird. Auch die Menschen in weniger mächtigen Ländern, die für ihren kargen Lebensunterhalt erschuften, was wir leichtfertig konsumieren und bald achtlos zur Seite legen.

Aber letztlich zahlen wir ihn alle. Nicht nur indirekt, indem unsere Ressourcen knapp werden und unser Lebensraum zerstört. Wir zahlen diesen Preis jeden einzelnen Tag. Er mag sich nicht hoch anhören, kein großes Problem darstellen, wenn man bedenkt, wie viele Annehmlichkeiten und wie viel großartige Möglichkeiten für uns damit einhergehen. Aber wir zahlen ihn. Und dass uns dieser Preis, den wir zahlen, auszubluten droht, merken wir fatalerweise nur – diffus. Nur dann, wenn das Leben uns auf Null zurückwirft. Oder wenn ein Kind eine Frage stellt. Und wir nicht in der Lage sind, eine richtig, richtig gute Antwort zu geben.

Überhaupt sind Kinderfragen wahnsinnig spannend. Denn Kinder wissen so wenig von der Welt – und wollen alles wissen. Sie stellen infrage, warum die Dinge so sind, wie sie sind. Warum wir so machen, was wir immer tun und warum wir uns auf Sachen einlassen, die eigentlich nicht so toll sind. Warum wir Beschäftigungen nachgehen, die wir nicht mögen, warum wir essen, trinken, rauchen, was nicht gut für uns ist. Und warum der Bettler auf der Straße arm ist, warum Fußballer Millionen fürs Fußballspielen kriegen. Kinder legen den Finger in Wunden, weil sie verstehen möchten. Und immer, wenn man versucht, eine Antwort zu geben, begreift man, dass die Antwort zwar marktwirtschaftlich und gesellschaftlich gesehen verdammt logisch ist. Aber nicht gut.

Nicht ehrlich. Die Antworten sind nicht ehrlich, selbst wenn wir dazu sagen, dass die Dinge eigentlich Mist sind, wie sie sind. Dass es eigentlich anders sein müsste, als es ist. Die Antwort ist nicht ehrlich, so lange sie nur eine Antwort bleibt und danach das Thema wieder gegessen ist. Schließlich akzeptieren Kinder unsere Antworten ja (spätestens wenn wir genervt reagieren, weil uns nichts Schlüssiges mehr einfällt). Und die Welt um sie herum bestätigt den Kindern auch, dass die Eltern Recht haben, mit dem, was sie antworten. Die Welt funktioniert tatsächlich so, wie sie nun mal funktioniert.

Ehrlich wird eine Antwort erst, wenn wir die Frage bei uns behalten. Wenn wir zwar erklären – auch was Mist ist und warum es trotzdem so funktioniert – zugleich aber selbst nicht bei dieser Antwort stehen bleiben.

Ehrlich gesagt glaube ich nicht, dass unsere Kinder nur dem biologischen Arterhalt oder der Erfüllung unserer Fortpflanzungstriebe dienen. Sie kommen nicht nur zu uns, um uns irgendwann Enkel zu schenken und Urenkel und … Nein, unsere Kinder kommen zu uns, um Fragen zu stellen. Sie kommen rein und ohne Vorwissen in unsere Gesellschaften, versuchen, sich darin zurechtzufinden und stellen tausend Fragen. Und jede Frage, die ans Eingemachte geht, ist ein Weckruf an uns. Sie ist eine Frage nach Erneuerung, nach einer Kehrtwende. Sie ist eine Frage danach, wie ehrlich und wie berührbar wir sind. Eine Frage danach, ob wir in der Lage sind, selbst Konsequenzen aus den Antworten zu ziehen, die wir momentan so geben müssen. Weil es noch keine besseren gibt.

Ich hatte lange keine richtige Antwort auf die Frage meines Sohnes, die über Theorie und „ist halt so“ hinausging. Keine Antwort, die die Verbindung hergestellt hätte, nach der er fragte. Aber ich habe sie mit mir getragen. Weil diese Frage wichtig ist. Sie ist auch meine eigene Frage. Aber ohne meinen Sohn hätte ich sie vielleicht längst vergessen.

Wenn er mich jetzt wieder fragen würde, könnte ich ihm anders antworten. Wenn sich die Gelegenheit bietet, frage ich ihn zuerst. Denn ich glaube, auch die Antworten, die unsere Kinder haben, sind oft wertvoller als wir glauben. Sie sind nicht nur lustig und zu kurz gegriffen – sie sind oft so bestechend simpel, wie sie wahr sind.

Warum also gehören wir nicht zur Natur? Und woran merken wir das?

Wir zahlen den Preis. Den Preis dafür, dass wir eben nicht mehr Teil der Natur sind. Welcher das ist? Es ist der Preis, auch unsere eigene Natur verloren zu haben. Wie gesagt, ein scheinbar geringer Preis, wenn man bedenkt, dass wir in klimatisierten Räumen Geld verdienen können und wenn man bedenkt, dass uns ein Ferienflieger in 13 Stunden nach Neuseeland bringen kann.

Der Preis ist, dass wir uns früh in eine Welt einfügen müssen, die sich um wirtschaftliche Belange dreht. Wir lernen in der Schule lesen, schreiben und rechnen, ja, vor allem aber, alle an uns gestellten Anforderungen so gut wie möglich zu erfüllen – egal wie absurd oder wie weit weg sie von unserem eigenen Empfinden und unseren Fähigkeiten sind. Und wir lernen, dass unser eigener Rhythmus nicht passt, denn es gibt für alles, inklusive der Mahlzeiten die richtige Zeit. Wir lernen, welche Farben wir tragen sollen, wie wichtig Konkurrenzkampf beim Sport ist und dass nur der „es geschafft“ hat, der einen fetten Pool im Garten seiner Villa hat. Wir lernen, dass Geld und Ansehen wichtiger sind, als wie wir es uns tief drinnen geht und dass Liebe etwas ist, dass es nicht geschenkt gibt.

Wenn wir dazugehören wollen, müssen wir richtig sein. Und dürfen oft nicht einmal die richtigen und wirklich wichtigen Fragen stellen. Es sei denn, wir wollen niedergebügelt oder billig abgespeist werden.

Wir leben in einer Welt, in der Erwachsene Smartwatches brauchen, um zu wissen, wie sie geschlafen haben und ob ihr Herz noch schlägt. Wir leben in einer Welt, in der wir gar nicht mehr wissen, ob wir hungrig sind, Durst haben oder uns einsam fühlen, weil wir nie gelernt haben, dass wir unseren eigenen Signalen vertrauen dürfen. In unserer Welt geht es darum, wie viel jemand verdient, wie er aussieht und welchen großartig klingenden Beruf er hat. Es geht nicht darum, ob der Mensch, der da vor einem steht, frei und bei sich selbst sein kann. Ob er seine wahre Natur lebt oder nur so aussieht, als wäre alles okay, während er innerlich am Zerbrechen ist.

Selbst welche Emotionen, welche Art von Leid wir kommunizieren dürfen und können, lernen wir. Kein Mitleid mit diesem oder jenem zu haben? – Das wird uns beigebracht, direkt durch Worte, indirekt durch den Lauf der Dinge. Ist halt so, dass Hunde gerettet und gehätschelt werden – und Schweine verwurstet. Vielleicht ist es okay, eine schlechte Note zu beweinen, nicht aber ein aufgeschlagenes Knie. Vielleicht darfst du dir sehnlichst ein neues Spielzeug wünschen, aber keinesfalls Aufmerksamkeit wollen.

Statt Raum zu bekommen, uns selbst zu entdecken, unsere Neugierde unseren Lehrmeister sein zu lassen, wird uns gesagt, was Sinn macht und was nicht. Nur was einen praktischen Nutzen hat, zumindest zu Ruhm und Ehre gereicht oder einen Sieg über andere darstellt, ist von Wert. Statt ihren Kindern zuzuhören, ihre Fragen tief in sich Wurzeln schlagen zu lassen und zu entdecken, was ein Kind tatsächlich mit auf diese Welt gebracht hat, sind wir mehr damit beschäftigt, es einzugliedern in den Konsum- und Wirtschaftsapperat.

Was uns wirklich fehlt, ist nicht nur, dass wir nicht mehr eins sind mit der Natur, wir sind auch nicht mehr eins mit unserer eigenen Natur. Stattdessen haben sich gesellschaftliche Normen entwickelt, die uns vorgeben, was normal und im Rahmen des möglichen ist. Wir wissen, dass wir monogam in Paarbeziehungen leben sollten, dass wir unsere Kinder möglichst früh betreuen lassen, dass die Höhe des Schulabschlusses über die Zukunft entscheidet – aber was uns selbst wirklich wichtig ist? Was unser Bauchgefühl zu dieser und jener Entscheidung sagt? Was wir wirklich leben und verwirklichen wollen? Wie viel Weisheit in uns selbst steckt, wie viel Mut, wie viel Herz, wie viel Wut und wie viel überbordende Schöpferkraft.

Das wieder auszugraben, den Zugang zur eigenen Natur wieder zu finden und dann beherzt danach zu handeln – das ist oft verdammt schwer. Es ist archäologische Arbeit. Zunächst nur einer groben Ahnung folgend, einem diffusen Gefühl von „da muss doch noch was sein … irgendwas … Lebendiges“, aufs Geratewohl. Hier und da finden sich die ersten Anhaltspunkte, hier und da wird etwas sichtbar von uns selbst.

Manchmal dauert es lange, über den Moment hinaus zu kommen, in dem diese Ahnung aufblitzt, über das erste Gefühl von „da ist wirklich was“. Denn die eigene Natur, die eigene Wahrheit zu erkennen bedeutet auch, dass sie irgendwie gelebt werden will. Wer sich selbst wirklich in die Augen schaut, in den Bauch, ins Herz – der weiß, dass er in vielen Bereichen anders handeln will – ja, muss! Wenn er sich selbst nicht absichtlich verraten möchte. Und eben dieses anders handeln ist mit viel Angst behaftet.

Aus dem gesellschaftlichen Rahmen zu fallen – das will niemand gerne. Es fühlt sich gefährlich an. Plötzlich ist da Scham im Spiel, die Angst, ausgelacht und verächtlich gemacht zu werden. Nicht mehr klarzukommen, unterzugehen in einem System, das (natürlich) nicht für die gemacht ist, die nicht einfach klaglos mitspielen wollen.

Und doch ist diese archäologische Arbeit so unschätzbar wichtig. Es ist in Gold nicht aufzuwiegen, die eigene Natur wieder zu entdecken, sie zu erforschen, sie zu ehren. Und ihr den nötigen Respekt zu zollen. Das heißt auch, eigene Wege zu gehen, sich abzugrenzen und manche Spiele nicht mehr mitzuspielen, die unsere Natur verletzen.

Nicht immer stößt das auf Verständnis. Aber es ist lebenswichtig, wenn du dein Leben nicht an der Oberfläche verleben willst und im Untergrund leiden möchtest. Es ist notwendig, wenn du ehrliche Antworten suchst. Nicht nur für dein Kind, sondern auch für dich selbst – und für die Gesellschaft, in der wir leben.

Du musst nicht plötzlich alles anders machen, ungewaschen durch die Stadt tollen und versuchen, mitten im urbanen Siedlungsgebiet zu leben, wie unsere Vorfahren vor mehr als 10.000 Jahren. Oder noch früher. Denn zurückdrehen können uns sollen wir die Zeit nicht. Aber zu erkennen, was dir wirklich wichtig ist, was dich wirklich ausmacht und was deine tatsächliche Natur von deinem jetzigen Leben hält, ist dein Kompass.

Dein Kompass, der dich in ein Leben führt, das sich mehr nach Verbundenheit und Zugehörigkeit anfühlt. Ein Leben, in dem mehr möglich ist, mehr Tiefe, mehr Sinn und mehr Begeisterung. Mit deiner wahren Natur verbunden zu sein, ist zuerst ein Akt der Selbstliebe. Des Respekts, dir selbst gegenüber. Eine Würdigung des Wunders, das du bist, des Geschöpfes, das so viel mehr mit auf die Welt gebracht hat, als sich in Schulnoten und Gehältern ausdrücken lässt.

Ein freies, lebendiges Geschöpf, voller Leidenschaft und Erfindungsreichtum, mit einem sicheren Gespür für richtig und falsch, das genau weiß, wann es eine Pause braucht und wann es Zeit ist, anzupacken. Ein Geschöpf, das durch und durch schön, mutig und empfindsam ist, ohne sich darüber den Kopf zerbrechen zu müssen. Das seinen Körper ganz und gar bewohnt, in seinem Lebensraum daheim ist und sich ganz selbstverständlich als Teil des großen Ganzen empfindet.

Die Verbindung, die im Außen zu fehlen scheint, zeigt dir letzten Endes, wie sehr die Verbindung zu dir selbst fehlt. Nicht zur Natur zu gehören heißt, nicht mit der eigenen Natur verbunden zu sein.

Ja, für diese Erkenntnis habe ich tatsächlich einige Jahre gebraucht. Manches braucht eben seine Zeit und manche Saat wartet lange, bis die Bedingungen passen, so dass sie aufgehen kann.

Wo immer in dir eine solche Frage schlummert, die du dir selbst stellst oder die dir vielleicht ein kleiner Mensch gestellt hat, hüte sie. Schiebe sie nicht beiseite, sondern trage sie bei dir. Wann immer du auf eine große Frage eine Antwort gibst, die sich nicht so anfühlt, als wäre sie richtig, erinnere dich gelegentlich an sie. Wenn es soweit ist, wirst du deine Antwort finden. Und du wirst die Lösung sein.

Zunächst nur für dich vielleicht, nur im Kleinen. Aber unsere Gesellschaft, unser ganzes Wirtschaften und Handeln setzt sich aus Milliarden kleiner Leute zusammen. Es gäbe kein Ganzes ohne all die Einzelnen.

Lass uns beherzt selbst wieder kindlich fragen, lasst uns neugierig, naseweis und ketzerisch sein, lasst uns ehrliche Antworten geben, unsere eigenen Beweggründe sehen und verstehen, was wir wirklich brauchen, um uns selbst ganz und gar angenommen zu fühlen.

Wenn wir das natürliche, das unverbrüchlich Originale in uns wieder finden, lernen, unserer eigenen Spur zu folgen und aufhören, unser Denken zum Mittelpunkt unseres Universums zu machen – dann ist da plötzlich Verbundenheit. Dann spüren wir, dass wir über gigantische Distanzen von Herz zu Herz in Verbindung miteinander stehen. Und auch, dass jedes Kleeblatt am Wegesrand, jede Amsel, die auf dem Dach singt, jeder Tropfen Wasser, den wir trinken, jeder Atemzug, den wir nehmen, der gleichen Quelle entspringt. All das gehört zusammen. Und wir, du und ich, wir alle, wir gehören dazu.

Falls du das Buch noch nicht kennst, lege ich dir „Die Wolfsfrau“ von Clarissa Pinkola Estés ans Herz. (Externer Link, kein Affiliate) Es bietet keine konkreten Anleitungen, aber es öffnet den Horizont und weckt die Lust, an die Ausgrabung zu gehen. Mich begleitet dieses Buch schon lange – und ich möchte künftig viele Impulse geben, wie wir praktisch daran gehen können, uns selbst wieder freizulegen.

Hier findest du meinen Artikel „Die Bettlerin vor meiner Tür“ – er dreht sich um die Frage, was wir vor uns selbst verstecken.

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Hallo, liebe Suchende, mein Name ist Karin Pelka und ich weiß, wie es ist, im Dunkeln zu stehen, nicht zu wissen, ob ich meiner Sehnsucht vertrauen kann. Lange genug bin ich umher geirrt und habe mich oft selbst verraten, falsche Kompromisse gemacht. Auf eigene Faust ins Licht zu finden, das geht, denn irgendwann habe verstanden, was mich ruft – aber es ist mühsam und oft eine sehr einsame Angelegenheit.

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